Aktuelles


Achtung unsere Igel sind zur Zeit in Not

Unser diesjähriger Sommer der Extreme hat unserer Natur extrem zugesetzt. Nicht nur die Landwirte haben Probleme - die werden aber wenigstens wahrgenommen. 

Unsere Tierwelt kann nicht jammern. Sie leiden still vor sich hin. 
Nahrungsknappheit und vor allem fehlendes Wasser  sind in diesem Jahr ein Garant für viel Leid. 
Auch unsere kleinen Stachelritter sind betroffen. In den letzten Tagen haben wir einige in sehr schlechtem Zustand erhalten. Abgemagert und dehydriert und durch diese Schwäche sind Infektionen Tür und Tor geöffnet. 
Leider haben alle nicht überlebt. 

Bitte handelt, wenn Ihr einen Igel seht, der am Tage unterwegs ist oder Euch sonst etwas komisch vorkommt. 


 

Wir waren im Fernsehen!! 

 

Uns war der MDR besuchen und hat daraus eine wundervolle Reportage gemacht. Am 07.02.2018 wurde der Beitrag in der Sendung "tierisch tierisch" dann gesendet. 

Wir sind sehr stolz darauf und hoffen sehr, dass es der Kampagne hilft, in D noch bekannter zu werden. 

 


 

Heute haben wir spontan Besuch bekommen von Torsten Richter aus Drebkau. Er übergab uns eine Futterspende für unsere kleinen Wintergäste und Socke hat sie ganz ausgeschlafen entgegen genommen. Sie ist momentan die einzige, die noch nicht schläft. Aber hat ja auch manchmal sein Gutes, wie man sieht ;)

Wir bedanken uns herzlich und freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit. 

Ganz nach dem Motto - Politik trifft Tierschutz. 

 


Helfen oder nicht... das ist hier die Frage...

Ich muss da mal was klar stellen. 

Zur Zeit werden sehr viele Texte über Igel von namhaften Naturschutz-Institutionen geteilt und erfreuen sich zahlreicher Kommentare und Shares. Ebenso auf Webseiten zu finden.

Klar, es ist ja auch Igelzeit. 

 

Die Mini-Stachler werden Ende August und im September geboren, das heißt, wir haben nun in diesen Tagen die Möglichkeit auf solche kleinen Zeitgenossen zu treffen, da sie auch durchaus unterm Tage unterwegs sein können.

In diesen langen Hinweisen für das Auffinden von Igeln und das wohlgemeinte Mitnehmen, findet man meiner Meinung und meiner Erfahrung nach ziemlich veraltete Hinweise, die nicht der neuen und aktuellen Lebens- und Umweltsituation der Igel angepasst wurden.

 

Der O-Ton ist - bloß keine Igelkinder einzusammeln und mitzunehmen... die bräuchten momentan noch keine Hilfe und wären unterwegs, um sich ihren Winterspeck anzufuttern und man sollte sie keinesfalls dabei stören, wenn sie nicht offensichtlich krank oder verletzt sind.

 

Das empfinde ich als nicht mehr zeitgemäß. Denn - die Lebenssituation der Igel ist längst nicht mehr die von vor 10 oder gar 20 Jahren... Die Natur und damit der Lebensraum der Igel hat sich massiv verändert, bzw wurde von uns verändert. Aggressive Land- und Gartenwirtschaft machen den Igeln extrem zu schaffen. Unterschlupfe verschwinden und selbst die Nahrungsmittel sind zahlenmäßig extrem zurück gegangen. In Studien wurde mehrfach nachgewiesen, dass die Insekten langsam aber sicher bedenklich verschwunden sind und das macht einem Insektenfresser nun mal Probleme. 

Wo sonst der Igel noch in der Lage war, sich selbständig den Winterspeck anzufuttern, irrt er nun viel länger herum und verbraucht die Energie zur Nahrungssuche, die er eigentlich auf die Hüften legen sollte.

 

Und wenn mir Mitte Oktober ein Igelkind gebracht wird, welches 155g wiegt - durchgefroren, weil es gar nicht in der Lage ist, seine Temperatur zu halten, weil Wetter doof und dadurch lethargisch und gar nicht mehr in der Lage selbständig zu fressen - dann vollkommen zu Recht. Und wie um alles in der Welt soll der kleine Kerl alleine bis zum Einbruch des Winters - hier wird auf diesen Seiten als Stichtag der 31.10. oder 01.11. genannt - die, ebenfalls von diesen Seiten empfohlenen 600g, Überwinterungsgewicht bekommen??

 

So viel kann der gar nicht finden und sammeln und futtern...

Auf diesen Seiten steht drin, dass sich Igel jetzt einen Unterschlupf zur Überwinterung suchen. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn das Gewicht nicht stimmt, schlafen Igel nicht. 

Hier sollte einiges überdacht werden glaube ich.

Ebenso bei der 1. Hilfe - sofort entwurmen... Ich kann nichts anderes sagen, als das ich das für Blödsinn halte. Die meisten Igel vertragen das nicht gut und bezahlen das nicht selten mit ihrem Leben. Man soll der Natur auf der einen Seite ihren Lauf lassen, aber auf der anderen Seite gibt man als erstes den Hinweis, den Igel in Not mit unseren Pläsierchen zu belästigen. Entwurmung ist nur in ganz seltenen Fällen nötig. Klar haben, Igel Würmer, wenn sie Schnecken gefressen haben, kann das passieren. Aber es setzt ihnen weniger zu als ein Chemiekeulen-Bretterknaller, der gleich mal die Darmflora mit eliminiert. Wenn ein Igel in Obhut tendenziell gut zunimmt und nicht wirklich starken Durchfall hat, dann braucht das nicht zu sein. 

 

Leider meinen die Tierärzte bei einer Vorstellung grundsätzlich, es muss erst mal alles rein, was das Medizinregal hergibt, Von Entwurmung bis zum vorbeugenden Antibiotikum. 

Bitte nicht - manchmal ist weniger mehr. Das einzige, was zu unserem Schutz wirklich weg muss und was dem Igel echt lästig ist, sind Flöhe und Zecken...

 

Ein warmes Plätzchen für Notfälle oder ein geschütztes Plätzchen draußen im Garten, Katzenfutter und Igeltrockenfutter, regelmäßig den Schlafplatz reinigen und die Igelhilfe kann gut klappen. Ein bisschen Erfahrung sollte dabei sein, also es ist nicht verkehrt in einer Igelstation oder beim Tierarzt nachzufragen, aber man muss nicht unreflektiert alles so extrem hinnehmen.

Die Hygieneanforderungen an ein Igelstation sind laut Internet schlimmer als in einem Humankrankenhaus...

 


Unsere 7-linge haben es in die Lausitzer Rundschau geschafft - na wenn das nichts ist...  
Einen herzlichen Dank an Marion Hirche. 


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Igel bekommen im Spätsommer Ihre Jungen. 

 

In diesem Jahr waren die Wettervoraussetzungen für den Nachwuchs von der Paarungszeit an sehr günstig. Das heißt, es gibt sehr viele Igelkinder, da die Würfe insgesamt sehr groß waren. 
Das ist zwar für die ständig sinkende Igelpopulation eine tolle Sache, aber durch die große Wurfgröße sind die einzelnen Igelbabies untereinander natürlich insgesamt recht klein. 

 

Die schöne Herbstwetterlage ermöglicht es den Minis evtl das Wintergewicht selbständig zu erreichen. Es gibt momentan ausreichend Nahrung. Ein Igel sollte bis zum 31.10. des Jahres mindestens 500g auf die Waage bringen, um über den Winter zu kommen. 

 

Ein großes Problem aber ist, dass viele Menschen die Igelkinder aus Unwissenheit einfach aufnehmen, wenn sie jetzt im Garten herumkrabbeln, in Pappkartons stecken und in Igelstationen bringen. Es gibt ganz vielfältige Gründe für diese Vorgehensweise: die Mama kommt nicht mehr, die laufen am Tage herum, die sind so klein.... 

Die Igelmama hat während der Aufzucht der Kleinen viel Stress und wenig Futter. Sie sorgt schließlich liebevoll für die Minis. Also ist es nur logisch, dass sie, wenn die Babies selbständig und aus dem Gröbsten heraus sind, sie auch wieder auf Pirsch geht. Das kann auch eine längere Abwesenheit vom Nest bedeuten. 

 

Es ist auch völlig normal, dass die Kleinen ab einem gewissen Alter das Nest verlassen und auf eigene Faust ihre Umgebung erkunden und erste Jagderfolge versuchen. Und das auch durchaus bei Tage. 

 

Bitte bitte, lassen Sie die Igelkinder in der Natur, damit sie so lange wie möglich artgerecht und natürlich aufwachsen. Die menschliche Obhut ist in einer Notlage zwar eine Option, aber sie sollte nur so wenig wie möglich in Anspruch genommen werden. 

Abgesehen davon steht der Igel unter Naturschutz und das widerrechtliche und grundlose Entnehmen eines Igels aus der Natur stellt eine Straftat dar. 

Bitte informieren Sie sich vorher und fragen Sie um Rat, wenn Igel und Igelkinder in Ihrem Garten wohnen. Wir helfen gern.